3 Content Marketing Strategien für mehr Conversions

Content Marketing ist eins der großen Marketing-Buzzwords der letzten Jahre. Die Marketingchefs von großen Unternehmen erklären lauthals, wie sie Redaktionsteams aufbauen und sich zu Medienunternehmen verwandeln, die rund um die Uhr Blogposts, Videos und Social Media Content posten. 

Ok, ich höre schon den Einwand: Ich kann die Geschichte nicht mehr hören, wie Red Bull ein tolles Beispiel für eine Content Marketing Strategie.

Das können wir gut verstehen, und wir werden den Stratosphärensprung von Felix Baumgartner auch nicht erwähnen. Naja, fast. 

Und ja, du hast vollkommen Recht, wenn du sagst, dass es in der Marketingbranche eine Überdosis Optimismus gegeben hat, mit den immer wieder und wiederholten Erzählungen von internationalen Erfolgsstories. Denn was häufig fehlt, ist die Strategie, die sicherstellt, dass das Content Marketing auch tatsächlich auf die Unternehmensziele einzahlt. 

Nicht alles am Content Marketing Hype ist Unsinn. 

Laut Zahlen des Content Marketing Institutes generiert Content Marketing mehr als dreimal soviele Interessenten wie normales Outbound Marketing, und kostet dabei 62% weniger. 

Aber je mehr Unternehmen gute Ergebnisse mit Content Marketing erzielen, desto mehr Content gibt es, und es kann schwierig werden, in der Masse des Contents aufzufallen.

Die Lösung? Häufig arbeiten Unternehmen mit verschiedenen Influencer Gruppen zusammen, um ihre Content Marketing Aktivitäten zu verstärken. Neal Schaefer, eine anerkannte Autorität in der Marketingwelt, sagt, dass sich Influencer Marketing großer Beliebtheit erfreut, um im Social Media Getümmel aufzufallen. Content von Influencern gilt als authentischer und engagierender als traditionellere Taktiken wie bezahlte Inhalte. 

Im Allgemeinen helfen dem Marketing Statistiken und Erkenntnisse von Experten, um die Investition zu rechtfertigen, aber die Ziele des Content Marketing unterscheiden sich je nach Branche und Unternehmen. Das gleiche gilt für Kennzahlen und Ergebnismessung. Eine CMO eines B2B Unternehmens mag mitunter Schwierigkeiten haben, dem CEO den Wert von Content Marketing zu beweisen (konkrete Zahlen zum Return-on-Investment sind gefragt!). Marketingverantwortliche von E-Commerce-Unternehmen haben es da viel leichter, ihre Content Marketing Ziele zu bestimmen. Die Content Marketing Strategie für B2C E-Commerce Sites hat fast immer zum Ziel, die Conversions zu steigern. Mit anderen Worten, Kunden mit tollen Inhalten zu fesseln und sie von Aufmerksamkeit und Inspiration hin zur Aktion und zum Kauf zu leiten. 

Siehst du, wie eng inspirierende Inhalte, eine E-Commerce Site und der Weg zum "Kaufen" Button miteinander verknüpft sind?

Aber hier gibt es keine Schablone, die zu allen Online-Shops gleichermaßen passt. Conversions können mit ganz unterschiedlichen Marketing Strategien und Taktiken erhöht werden. 

Manche Marken erstellen ein inspirierendes digitales Magazin mit längeren Artikeln und Geschichten, in die Produkte integriert sind. Andere arbeiten mit Influencern zusammen und bauen einen Content Marketing Hub auf, wo redaktionelle Inhalte aus der Marketingabteilung mit einer kuratierten Auswahl an Social Media Posts der Partner gemischt werden. Schließlich entwickeln zukunftsorientierte Marken Communities und geben ihren Kunden und Mitgliedern eine Stimme.

Hier sind drei Beispiele, wie Finnish Design Shop, TaylorMade Golf und GlassesUSA mit verschiedenen Content Marketing Strategien die Conversion steigen: 

  1. Ein inspirierendes digitales Magazin
  2. Content Marketing Hub mit Influencern
  3. Social Shop mit User-Generated Content von Kunden

1) Ein inspirierendes Magazin von einem finnischen Online-Shop für Interior Design

Hast du schonmal ein "Schöner Wohnen" Magazin oder ähnliches gekauft, um dich von den neuesten Trends im Interior Design inspirieren zu lassen? Nach dem gleichen Prinzip hat Finnish Design Shop, ein auf nordische Designermöbel spezialisierter Online-Shop, ein wunderschönes digitales Magazin namens ‘Design Stories’ entwickelt, das Kult-Designer wie Alvar Aalto vorstellt, ebenso wie die neuesten Trends und Farben, die auf den internationalen Branchenmessen gezeigt werden.

Aus Content Marketing Sicht dienen Magazine wie Design Stories vier zentralen Zielen: 

Erstens: Ein digitales Magazin liefert inspirierende Inhalte, die das Marketingteam auf Social Media, in Newslettern und anderen digitalen Marketing-Kanälen teilen kann. Es hilft dabei, deine Marke im Bewusstsein deiner Kunden stets frisch und aktuell zu halten. Schließlich ist es höchstwahrscheinlich günstiger, den Anteil der Wiederholungs-Käufer zu erhöhen, als neue Kunden zu akquirieren. Mit Marketing-Taktiken wie Incentive Kampagnen kannst du deine Retention Rate weiter optimieren. 

Zweitens: Wenn die Inhalte nach dem User Intent optimiert werden, können digitale Magazine Traffic aus Suchmaschinen erhöhen. Was ist der User Intent (die "Nutzerabsicht")? Hier geht es darum, deine Inhalte auf die Fragen abzustimmen, die deine Zielkunden bei Google eintippen, und auf die Probleme oder Bedürfnisse, für die dein Produkt eine Lösung bietet. Denke dabei daran, dass beim Traffic nicht allein die Menge ausschlaggebend ist, sondern die Passgenauigkeit. Was sollen deine Besucher tun, wenn sie auf deinen Seiten landen? 

Drittens: Magazine inspirieren deine Zielgruppe, Kommentare und Erfahrungen mit deiner Marke auf Social Media zu teilen. Angesichts sinkender organischer Reichweiten auf Social Media wird es für Marken immer wichtiger, gut teilbare Inhalte zu posten, die Interaktionen zwischen unseren Freunden und unserem Netzwerk hervorrufen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel zu den Änderungen im Facebook-Algorithmus und wie Marken mit User-Generated Content Kampagnen ihre Reichweite steigern können.

Schließlich sollten die Inhalte eines digitalen Magazins immer dazu animieren, aktiv zu werden, indem sie Leser z.B. zu einem Newsletter-Abo Formular oder einer Produkseite führen, und damit zu Conversions beitragen. Die Artikel im Magazin von Design Stories sind immer voller verführerischer Bilder, die auf die Produktseite verlinken (Ein schönes Beispiel findest du hier).

2) Content Marketing Hub mit Influencern von TaylorMade Golf

Wenn du gerade erst mit Content Marketing beignnst, mag es wie eine große Aufgabe erscheinen, ein Magazin mit zig Geschichten zu erstellen. 

Keine Panik: Das kennen wir gut. 

Zum Glück musst du nicht alle Inhalte selbst erstellen - und ganz ehrlich, das solltest du auch gar nicht. Wenn du neu anfängst, hast du noch nicht unbedingt die Leserschaft und die Beziehungen, um Aufmerksamkeit und Reichweite für deine Inhalte zu schaffen. Oder vielleicht ist einfach schon eine Menge Content rund um die Themen veröffentlicht worden, die für dein Unternehmen relevant sind, und es ist schwierig, sich von der Masse abzuheben. 

Das ist einer der Gründe, warum Marken jeder Größe Influencer Marketing Kampagnen starten. Wenn sie strategisch geplant sind, können Influencer Marketing Kampagnen Unternehmen helfen, eine breitere Zielgruppe potenzieller Kunden zu erreichen.

Häufig arbeiten Marken bereits bei traditionellen Werbekampagnen (z.B. Print, TV und Radio) mit Influencern zusammen, und ein logischer nächster Schritt, um diese Beziehung zu stärken, ist ein Content Marketing Hub mit Inhalten von beiden Seiten. Genau diesen Ansatz verfolgt der Interact Hub von TaylorMade Golf. Hier finden sich gemischte Inhalte: Blogposts, Videos und Social Media Content aus der Marketing-Abteilung, Posts von den Golf-Stars, die das Unternehmen sponsort, sowie Inhalte aus anderen Quellen, wie Golf-Magazinen, in denen die Golf-Stars vorkommen.

Das Ergebnis ist ein inspirierender Auftritt voll mit Inhalten, die das Herz von Golf-Fans höher schlagen lassen, und die Traffic auf Produktseiten und das Newsletter-Abo Formular bringen. Das sind die Vorteile eines Content Marketing Hubs wie  Interact: 

  1. Social Proof erhöht Conversion Rates: Content von Influencern, z.B. Bilder und Videos mit den Produkten der Marke im Einsatz, sind hervorragende Testimonials und inspirieren andere Kunden, den "Kaufen" Button zu klicken. 
  2. Content Hubs erhöhen die Verweildauer auf der Website: Laut Graeme Morton, Consumer Marketing Manager bei TaylorMade Golf, ist die Verweildauer auf dem Interact Hub 3-4 Mal höher als an auf allen anderen Seiten des Web-Auftritts.
  3. Content Curation reduziert die Kosten der Content-Erstellung: Nach Zahlen von Curata, einer Content Curation Plattform, kuratieren 80% der Marketer Content von Dritten, und ein optimaler Content Marketing Mix sollte wenigstens 25% kuratierte Inhalte enthalten. 

3) Der Social Shop von GlassesUSA mit User-Generated Content der Kunden 

Die meisten Marken haben bereits sinkende organische Reichweiten auf Social Media verzeichnet, und da die Anzahl der Werbetreibenden auf diesen Plattformen kontinuierlich steigt, muss man kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die Kosten für Paid Social in den kommenden Jahren drastisch steigen werden. 

Wie kann man sonst die Reichweite auf Social Media erhöhen?

Das Rezept ist ganz einfach: Indem du deine Kunden einspannst, deine Inhalte zu teilen und über deine Marke auf Social Media zu reden! 

Die Macher des Social Media Management Tools Buffer empfehlen Marken am Beispiel Facebook, sich auf drei Dinge zu konzentrieren, um erfolgreich zu sein: 

  1. Content erstellen, der ähnlich denkende Menschen verbindet 
  2. Inhalte posten, die auf natürliche Weise bedeutungsvolle Interaktionen hervorrufen (Likes, Kommentare, Shares) 
  3. Mit Hilfe von Facebook-Gruppen Nischen-Communities aktivieren 

Und wie erreichst du diese Ziele am besten? ?

Bitte deine Kunden, Feedback und Erfahrungen mit deinem Produkt auf Social Media zu teilen. Lass sie erzählen, wie es sich anfühlt, dein Produkt zu nutzen und warum es ein bestimmtes Problem für sie löst. Etwas Persönliches zu teilen ruft immer Likes und Kommentare hervor, und die Algorithmen der Social Media Kanäle nutzen diese Signale, um die Inhalte in unseren Feeds zu priorisieren. 

Wenn du nicht bereits deine Kunden beim Verkaufen helfen lässt, dann kannst du ganz einfach in 5 Schritten loslegen: 

  1. Bitte deine Kunden, Feedback und Produktideen mit einem bestimmten Hashtag zu teilen und dabei deinen Markennamen zu erwähnen. 
  2. Belohne die engagiertesten Nutzer und die besten Posts mit einem kleinen Extra oder biete ihnen einen Rabattgutschein für den Kauf deiner Produkte.
  3. Nutze Tools wie Flockler, um die populärsten Inhalte zu sammeln, zu analysieren und zu messen, und um zu identifizieren, wer die engagiertesten und einflussreichsten Nutzer sind, die den Content teilen.
  4. Verstärke den populärsten Content, indem du ihn teilst, likest und auf deiner Seite anzeigst. Zudem solltest du messen, welche Posts bei deiner Zielgruppe und deinen Kunden besonders gut ankommen. 
  5. Baue eine Community mit den einflussreichsten Kunden auf und starte eine Influencer Marketing Kampagne, bei der du gemeinsam mit deiner Zielgruppe die Inhalte erstellst. 

Eins meiner Lieblings-Beispiele für diesen Ansatz ist der Social Shop von GlassesUSA, der Bilder von glücklichen Kunden auf der ganzen Welt präsentiert. Die zuerst auf Instagram geposteten Bilder sind mit dem entsprechenden Produkt verknüpft, so dass Kunden ganz einfach die Brille kaufen können, die ihnen auf Social Media gefallen hat. 

Der Social Shop ist zudem ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Marken von User-Generated Social Media Content direkt zum Kauf führen können. Feedback und Reviews zu den Produkten von anderen Nutzern inspirieren Kunden und steigern die Conversion deines Online-Shops. 

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