6 Tipps, wie Mitarbeiter Engagement über ihre sozialen Netzwerke steigern können

Für Leser unserer letzten Blog-Posts mag es vielleicht wie eine alte Schallplatte klingen: Soziale Medien priorisieren den Content, der Interaktionen innerhalb unseres persönlichen Netzwerks generiert. Für Marketer, die fleißig Updates über den Unternehmensaccount teilen, sind das enttäuschende Nachrichten. Doch zugleich ergibt sich daraus ein Anreiz für Unternehmen, Employee-Advocacy-Programme ins Leben zu rufen und ihre Mitarbeiter als Markenbotschafter einzubinden. Über ihre eigenen Social-Media-Kanäle können diese dann aktiv in den Dialog mit potenziellen Kunden treten. Denn letzten Endes werden Geschäfte zwischen Menschen gemacht. Menschen wie du und ich.

Doch wie steigerst du Engagement mit deinem persönlichen Social-Media-Profil?

Wenn du auf der Suche nach konkreten taktischen Tipps bist, wie man Engagement und Interaktionen auf sozialen Kanälen steigert, empfehle ich dir das „Social Media Engagement Kit“ von Co-Schedule. Weitere Best Practices hat Neil Patel in seinem Blog zusammengestellt.

Zahlreiche Social-Media-Experten empfehlen dir, mit deiner Persönlichkeit zu punkten und durchgängig authentisch zu sein. Ob förmlich oder locker, sei einfach du selbst - das ist der Schlüssel zum Erfolg auf allen Social-Media-Kanälen.

Und die Experten haben völlig Recht.

Dennoch musst du, wie ein Künstler, immer wieder die Herzen des Publikums gewinnen. Für Legenden wie Eric Clapton ist das natürlich einfach – da reicht Charisma, Marke und eine Gitarre.

Aber wenn du – so wie ich – nur ein weiterer begeisterter Marketer unter vielen bist, der auf LinkedIn und Twitter unterwegs ist, stellt sich das mit dem Engagement über dein persönliches Profil etwas komplexer dar. Da gehört dann doch etwas mehr dazu, als Zeitpunkt und Häufigkeit der Posts zu optimieren oder authentisch zu sein.

Sicherlich sehen das auch deine Kollegen so, die als Markenbotschafter für das Unternehmen auf sozialen Kanälen aktiv sind. Nichts ist entmutigender, als etwas Persönliches zu teilen und Null Reaktionen darauf zu erhalten. 

Die Frage ist: Wie kannst du als Marketer, deine Kollegen dabei unterstützen, zum „Social-Media-Rockstar“ zu werden und damit auf den Unternehmenserfolg einzuzahlen?

Hier kommen meine sechs Tipps, wie Mitarbeiter das Engagement über ihre sozialen Netzwerke steigern können:

  1. Erzähle Geschichten wie Pixar
  2. Schreibe Fortsetzungen
  3. Sag, wie du dich fühlst
  4. Verweise auf andere Personen und deren neuesten Inhalte
  5. Setze auf Trendthemen und Expertenbeiträge
  6. Erkläre globale Phänomene aus lokaler Sicht

1. Erzähle Geschichten wie Pixar

Stell dir vor, du bist auf einer Party: Du verbringst Zeit mit Freunden und jemand erzählt eine unterhaltsame Geschichte, die andere zum Zuhören, Reagieren und Kommentieren einlädt.

Hast du jemals darüber nachgedacht, was eine gute Geschichte ausmacht?

Für das Animationsstudio Pixar, das Filme wie „Toy Story“, „Findet Nemo“ und „Cars“ produziert, sind die Erfolgsfaktoren für eine großartige Geschichte folgende:

  • Sei universell: Verwende vertraute Begriffe und Wörter, die keiner Erklärung bedürfen.
  • Setze auf eine klare Strukturierung und Zielsetzung.
  • Erschaffe einen Helden aus dem Nichts: Die Leute lieben Geschichten mit einem Außenseiter.
  • Berühre die innersten Gefühle der Menschen (Ekel, Hass, Angst, Träume, etc.).
  • Überrasche: Füge etwas Unerwartetes hinzu.
  • Halte das Ganze möglichst einfach.

Nehme dir einen kurzen Moment Zeit und überlege, wann dir das letzte Mal jemand eine Geschichte erzählt hat, die dich wirklich berührt und gefesselt hat. Ich bin mir sicher, dass du schnell feststellen wirst, dass die spannendsten Geschichten einige (wenn nicht alle) dieser Elemente enthalten. Auch wenn du das Storytelling nicht so perfekt beherrschst wie die Profis von Pixar Studios, denke darüber nach, wie die Mitarbeiter deines Unternehmens aus einfachen Status-Updates spannende Stories machen können.

2. Schreibe Fortsetzungen

Früher als Teenager fühlte es sich manchmal wie eine Ewigkeit an, bis die nächste wöchentliche Folge von „The Sopranos“ über den Bildschirm flimmerte. Heute nutzen die meisten von uns Netflix und andere Streaming-Dienste. Aber die Sucht nach der nächsten Folge, nach der Fortsetzung bleibt! Hat man am Sonntagabend mit einer neuen, spannenden Serie begonnen und ist so gefesselt, dass man Folge um Folge schaut, kann es sein, dass sich der Montagmorgen im Büro ziemlich bleiern anfühlt.

Übertragen wir diesen Gedanken auf das Posten über Social Media: Möchte man hier eine spannende Fortsetzung anbieten, teilt man am besten täglich oder monatlich die Erfolge zu bestimmten Aufgaben oder Projekten. Arbeitest du gerade an einem Projekt, dessen Verlauf offen und transparent ist und somit auch über dein Netzwerk kommuniziert werden kann? Perfekt, dann nutze es, um direkt loszulegen.

Blogger verfassen Artikelserien zu einem bestimmten Thema. Dabei soll der Leser nach jedem Artikel der nächsten Fortsetzung bereits gespannt entgegenfiebern. Der Content wird sowohl als Post über Social-Media-Kanäle als auch per E-Mail-Newsletter geteilt.

Wenn du Inspiration tanken möchtest, wie sich das auf deinen Arbeitsalltag übertragen lässt: Vor kurzem haben wir eine Reihe von Artikeln über Influencer Marketing veröffentlicht, deren Anspruchsgrad sich innerhalb der Serie steigerte – von leichten Themen wie zum Beispiel Ziele des Influencer Marketing bis hin zu komplexeren Themen wie das Anreichern von Kundendaten über Social Media.

Oder vielleicht könntest du eine Kampagne für alle Mitarbeiter und Kunden entwickeln, über die Content regelmäßig mit einem bestimmten Hashtag gepostet wird? Friends of Earth bittet seine Community, Tipps zu einem Tag ohne Einwegplastik mit dem Hashtag #PlasticFreeFriday zu teilen und und nutzt Flockler, um die Social-Media-Feeds auf seiner Webseite einzubinden. Im Rahmen eures Employee-Advocacy-Programms könntest du darüber hinaus einen branded Hashtag kreieren, der eure Unternehmenskultur widerspiegelt. Lass dich beispielsweise von Hootsuite inspirieren und schau, was sie mit #hootsuitelife posten.

3. Sag, wie du dich fühlst

„Ich habe kürzlich meine neue Stelle angetreten und freue mich riesig auf die neue Herausforderung.“

Dies ist eine sehr typische Statusmeldung auf LinkedIn, die häufig mit einer ordentlichen Anzahl von Likes versehen wird. Doch eine relativ einfache Anpassung führt zu einer noch größeren Wirkung und mehr Engagement.

Anstatt einfach zu posten, dass du dich freust, könntest du beispielsweise deinem Netzwerk mitteilen, wie du dich gefühlt hast, als du zum ersten Mal ins Büro kamst und deine neuen Kollegen kennengelernt hast. Wenn wir unsere persönlichen Gefühle teilen, ermutigt es andere, mit einer eigenen persönlichen Geschichte zu antworten. Und wenn Menschen ihre Gefühle, Träume und Ängste beschreiben, neigen sie dazu, mehr zu teilen, als sie es sonst tun würden.

Wie man es anders machen kann, hat meine ehemalige Kollegin Julia Jalass neulich gezeigt. In diesen LinkedIn-Post teilte sie ihre Erfahrungen mit ihrem neuen Unternehmen und berichtete von der Zeit zwischen Vertragsunterzeichnung und Arbeitsalltag: 

Ein schönes Beispiel für einen Social-Media-Post, der mehr Einsicht in den Unternehmensalltag gibt.

Wie viele Status-Updates zu neuen Stellen oder Funktionen werden jedes Jahr geteilt? Stelle sicher, dass euer Employee-Advocacy-Programm diese Möglichkeit nutzt.

4. Verweise auf andere Personen und deren neuesten Inhalte

In persönlichen Gesprächen mit Freunden oder Kollegen lohnt es sich, anderen zuzuhören. Dasselbe gilt auch für die Social-Media-Kommunikation. Hier ist es hilfreich zu verfolgen, worüber dein Netzwerk spricht.

Wenn du das nächste Mal Content teilst, erwähne ein oder zwei Kunden in deinem Netzwerk und verweise auf Themen, zu denen sie etwas berichtet haben. Damit erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, mit potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen und Engagement zu steigern.

Employee-Advocacy-Programme, die in diesem Punkt alles richtig machen, vervielfachen die Kontakte und Interaktionen mit aktuellen und potenziellen Kunden in sehr kurzer Zeit.

5. Setze auf Trendthemen und Expertenbeiträge

Ich gebe zu, dass dieser Rat einige Risiken birgt.

Wenn du jedoch etwas zu sagen hast und du das Trendthema mit deinem Fachwissen verknüpfen kannst, kann dies eine äußerst spannende Story mit Nachrichtencharakter werden.

Ein gutes Beispiel? Da fällt mir Steven Bartlett von der Social-Media-Marketingagentur The Social Chain Group ein: Er teilte ein Video, das zeigt, wie Englands Erfolg bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Sommer dazu geführt hat, dass die Suche nach Herrenwesten bei Google sprunghaft anstieg (inspiriert von Englands Trainer Gareth Southgate). Dazu gab es eine lebhafte Diskussion in den sozialen Medien:

Kannst du zu euren Produkten und Dienstleistungen Storys entwickeln und deine Kollegen bitten, diese über ihre Netzwerke zu verbreiten?

6. Erkläre globale Phänomene aus lokaler Sicht

Eine weitere Taktik besteht darin, eine Trendgeschichte zu globalen Phänomenen aufzugreifen und diese aus lokaler Perspektive zu betrachten. Eine schwedische Marketingagentur in Schweden hat beispielsweise ihre Erkenntnisse über die Einführung von Instagram TV (IGTV) weitergeben können. Sie berichtete darüber, wie diese das Umfeld von lokalen Marketer beeinflusst, was sie von internationalen Marken lernen können und worin die wichtigsten Unterschiede bestehen.

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Anfangs habe ich erwähnt, dass einfache Taktik-Tipps nicht unbedingt die durchschlagende Wirkung zeigen. Dennoch möchte ich diesen Beitrag nicht ohne einen Tipp für LinkedIn beenden: Der LinkedIn-Algorithmus bevorzugt persönliche, textbasierte Updates ohne Links und du hast sicherlich bereits festgestellt, dass einige Nutzer einen Link zu ihren Kommentaren hinzufügen anstatt im Text auf externe Seiten zu Verlinken. Es gibt allerdings einen effektiveren Weg: Bearbeite den Post direkt nachdem du ihn veröffentlicht hast und füge einen Link an beliebiger Stelle im Originaltext ein.

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Planst du gerade, ein Employee Advocacy-Programm einzuführen? Dann lass dich von Valio inspirieren und schau, wie einer der größten Milchproduzenten in Nordeuropa aus seinen Mitarbeitern Markenbotschafter gemacht hat. Mitarbeiter gehören zu einer der drei Gruppen, die du bei deiner Influencer-Marketingstrategie berücksichtigen musst. Wir haben hierzu eine Checkliste zum Download bereitgestellt. Zum Thema Influencer Marketing findest du hier alle wichtigen Punkte, die dir helfen, deine Kampagnen zu planen, umzusetzen und den Erfolg der Maßnahmen zu messen.

Schickt mir eure Nachrichten und Tipps auf Twitter. Ich freue mich darauf, mit euch zu chatten!

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