4 Gründe, nicht auf Social Media präsent zu sein - und warum sie nicht stimmen

Würde ich jedes Mal einen Euro dafür bekommen, wenn mir ein Marketingmanager erklärt, warum er nicht auf Social Media unterwegs ist oder warum er keine Inhalte für bestimmte Social-Media-Kanäle wie Instagram erstellt, wäre ich wahrscheinlich schon Millionär. Denn für so manchen B2B-Marketer ist Social Media ein rotes Tuch!

Und dann gibt es noch diejenigen, die für ihr Unternehmen Social-Media-Accounts einrichten, „nur um die Party nicht zu verpassen“.

Was ist der Grund, dass so viele Unternehmen denken, dass ihr Business nicht wirklich von Social Media profitieren kann? Dabei können beispielsweise Employee-Advocacy-Programme, die Mitarbeiter als Markenbotschafter nutzen, oder Influencer-Marketing-Kampagnen die Markenbekanntheit erheblich erhöhen und potenzielle Kunden aktivieren. Sie steigern den Traffic auf deiner Webseite, erhöhen die Verweildauer und maximieren die Conversion Rate.

Warum glauben diese Unternehmen, dass sie sich von anderen so sehr unterscheiden?

In so manchen Gesprächen mit potenziellen Kunden erlebe ich ein Déjà-vu. Denn die Gründe für ihre Einstellung zu Social Media ähneln sich sehr – ganz gleich, ob die Unternehmen, mit denen ich spreche, geografisch in verschiedenen Märkten operieren, in anderen Branchen unterwegs sind oder sich in der Unternehmensgrößen unterscheiden. Anlass genug, diese Gründe in einem Blogbeitrag zusammenzutragen und auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Und eines vorweg: Die Begründungen treffen nicht zu. Daher lass sie uns Mythen statt Gründe nennen.

Die top vier der Mythen, warum Unternehmen nicht in Social-Media-Marketing investieren, sind:

  1. „Wir haben keine Zeit für Social Media.“
  2. „Unsere Produkte und Dienstleistungen sind nicht aufregend genug.“
  3. „Unsere Zielgruppe ist nicht auf Social Media oder einem bestimmten Kanal unterwegs.“
  4. „Unser Vorstand / Geschäftsleitung versteht die Vorteile nicht, die Social Media unserem Unternehmen bringen würde.“

Und? Hast du dich selbst schon einmal einen der vier Sätze aussprechen hören? Dann lass uns mal gemeinsam die einzelnen Mythen entzaubern.

1. „Wir haben keine Zeit für Social Media.“

Wie bei jedem Thema, das du seit Monaten nicht von deiner To-Do-Liste streichen kannst: Es ist alles eine Frage der Priorisierung! Und Social Media sollte 2019 definitiv auf deiner Prioritätenliste stehen.

Wie ich zu dieser Aussage komme? Wahrscheinlichkeitsrechnung. Auf unserem Planeten leben etwa 7,6 Milliarden Menschen. Instagram zählt 1 Milliarde User. Das heißt, etwa jeder Achte ist auf dieser Social-Media-Plattform unterwegs. Die Wahrscheinlichkeit, dass darunter ein potenzieller Kunde ist, ist also sehr hoch. Und das wissen auch deine Mitbewerber. Sprich, haben sie an der richtigen Stelle einen Kommentar hinterlassen, bei dem jemand auf der Suche nach „deinem“ Produkt, „deiner“ Dienstleistung war, dann bist du vielleicht zu spät.

Vielen Kunden wurde von Consultants geraten, dass Social-Media-Inhalte Spaß machen und unterhalten müssen. Darum beginnen sie, in diesem Sinne viele neue Inhalte zu erstellen, die nicht auf ihre anderen Marketing-Aktivitäten einzahlen.

Lass das bitte!

Darüber hinaus ist es sehr verlockend, Social-Media-Inhalte und Marketingaktivitäten an einen Freelancer oder eine Agentur auszulagern und sie zu bitten, sich um alles autonom zu kümmern und monatlich zu berichten, wie die Zahl der Sympathisanten und Follower wächst. Outsourcing spart Zeit, oder?

Mach das lieber nicht!

Manchmal fühlt es sich einfacher an, die Planung zu überspringen und sich vorab keine Gedanken zu machen, wie man Erfolg wie Likes und die Anzahl an Follower messen kann.

Auch für das gilt: Tu es bitte nicht!

Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du dein Social-Media-Marketing mit deinen anderen Content-Marketing-Aktivitäten abstimmst. Wenn sie Hand in Hand gehen und aufeinander einzahlen.

Ich nehme an, dass es zu deinen Zielen gehört, die Anzahl der Conversions auf deiner Webseite zu steigern. Wie kann Social Media dir dabei helfen, deine Content-Marketing-Ziele zu erreichen und wie viele neue Inhalte solltest du dafür erstellen?

Und hier kommt die Erkenntnis: Um zu starten, brauchst du nicht um jeden Preis zusätzlichen Content kreieren.

Die meisten Unternehmen schreiben bereits Blogposts. Daher schlag einen pragmatischen Weg ein und beginne, einige der bestehenden Inhalte über Social Media über die bereitgestellten Advertising Tools zu bewerben.

Bei Flockler bewerben wir unsere Blogposts auf Facebook und Twitter, indem wir einen Fluss an Inhalten vom Social-Media-Anfänger bis hin zum Fortgeschrittenen schaffen. Die Facebook-Pixels sind ein mächtiges Tool. Mit ihrer Hilfe können wir Inhalte für Beginner an die passende Zielgruppe herantragen sowie auch an diejenigen, die diesen Personen ähneln und unsere Produkte und Services noch nicht kennen. Effektives Social Media Advertising motiviert den Leser zu einer Aktion und findet auch andere Menschen, die deinem aktuellen Publikum ähnlich sind.

2. „Unsere Produkte und Dienstleistungen sind nicht aufregend genug.“

Erzeugen deine Produkte und Dienstleistungen einen Mehrwert für deine Kunden? Wenn du diese Frage mit „ja“ beantworten kannst, dann solltest du eine Menge an Content-Ideen für Social Media haben.

Was sind übliche Fragestellungen und Probleme, die deine Kunden über deine Support-Kanäle stellen? Bei Flockler ist unser Echtzeit-Chat die beste Quelle, um sich für neue Inhalte inspirieren zu lassen. Wenn eine Menge Leute die gleichen oder ähnliche Fragen stellen, dann ist es quasi garantiert, dass es ein Thema ist, mit dem sich auch viele andere potenzielle Kunden beschäftigen, sich aber nicht trauen zu fragen oder einfach nicht wissen, dass du eine Antwort parat hast.

Eine weitere Möglichkeit, spannende, produktbezogene Inhalte zu generieren, besteht darin, ein paar deiner loyalsten Kunden zu interviewen und die Inhalte gemeinsam mit ihnen zu erstellen. Nichts ist erfolgsversprechender als zufriedene Kunden zu fördern, die dein Produkt oder deine Dienstleistung gerne in Anspruch nehmen. Deine Kunden werden es lieben, ihren ruhmreichen Moment mit ihrem Netzwerk zu teilen. Und potenzielle Kunden identifizieren sich gewöhnlich schnell mit den Erfahrungen anderer, ähnlich Denkender. Probiere es aus: Arrangiere ein Telefonat, treffe dich auf einen Kaffee oder organisiere für deine engagiertesten Kunden ein Event.

Oder gehe noch einen Schritt weiter und kreiere eine Kampagne, die sich auf User-Generated Content stützt, und in welcher Kunden aufgefordert werden, Inhalte unter einem bestimmten Hashtag zu veröffentlichen. Bitte sie, anderen zu zeigen, wie sie dein Produkt oder deine Dienstleistung nutzen. Lass dich hier inspirieren, wie GlassesUSA Kundenbilder in ihrem Social Shop verwendet.

Die Algorithmen von Facebook und Co. bevorzugen Content, der von Menschen wie dir und mir erstellt wird. Content von Marken wird niedriger priorisiert. Wenn du deinen Content planst und beispielsweise einen Blogpost vorbereitest, denke auch darüber nach, wie du ihn gut vermarkten kannst: Wer könnte ihn teilen? Welche Experten könntest du für deinen Beitrag interviewen und bitten, ihn später ebenfalls zu teilen? Grundsätzlich gilt: Mache dir weniger Gedanken über die Tatsache, dass du nichts Neues zu teilen hast, als darüber, wir du Bestehendes noch besser verbreiten kannst. Überlege dir eine Taktik, wen du als Multiplikatoren nutzen kannst.

3. „Unsere Zielgruppe ist nicht auf Social Media oder einem bestimmten Kanal unterwegs.“

Dieser Planet zählt über vier Milliarden Internetnutzer. Rund drei Milliarden sind auf Social Media unterwegs. Glaubst du wirklich, dass deine Zielgruppe nicht vertreten ist?

Ganz gleich, in welcher Branche du unterwegs bist, ich kann dir versichern, dass du deiner Zielgruppe auf Social Media begegnen wirst. Social Media ist heutzutage das, was Webseiten in den 1990er-Jahren waren. Und es sagt viel darüber aus, wenn deine Marke im Jahr 2019 nicht dort zu finden ist! Laut einer Umfrage von Hubspot informieren sich 75% aller B2B-Entscheider über Social Media, bevor sie eine Kaufentscheidung fällen.

Vielleicht ist deine Zielgruppe auf einer bestimmten Social-Media-Plattform nicht sonderlich aktiv. Doch höchstwahrscheinlich werfen sie regelmäßig einen Blick auf ihren News-Feed – allein schon, um zu sehen, was Freunde und Bekannte so treiben. In letzter Zeit wurde viel darüber diskutiert, dass Facebook tot ist und insbesondere Jugendliche hier nicht mehr unterwegs sind. Doch das sollte dich nicht beeinträchtigen: Derzeit sind weltweit 2,27 Milliarden User auf Facebook aktiv. Das sollte dich ermutigen, zu starten.

4. „Unser Vorstand / Geschäftsleitung versteht die Vorteile nicht, die Social Media unserem Unternehmen bringen würde.“

Dieser Mythos ist wahrscheinlich der, der sich am leichtesten entzaubern lässt: Es liegt ganz an dir, wie du die Vorteile von Social-Media-Marketing vermittelst. Tatsächlich bedarf es vielleicht ein paar Änderungen in deinem regelmäßigen Reporting, wenn du die Geschäftsführung überzeugen möchtest.

Durch die Bank sind Vorstand und Geschäftsführung an einer Sache interessiert: Wie viel Umsatz bringt dein Marketingmix und was sind die effektivsten Marketingkanäle?

Zähle nicht die Likes und positiven Kommentare! Lass Eitelkeitsmetriken außen vor! Die Geschäftsführung möchte sich in der Regel nicht mit solchen Details beschäftigen. Sie möchte nicht nachvollziehen müssen, ob 20 Prozent mehr Likes zum Umsatzwachstum beigetragen haben. Konzentriere dich stattdessen darauf, wie viel Geld du investieren möchtest (inklusive der Zeit, die du und deine Marketing-Kollegen aufwenden) und was die Conversion und der Return of Investment ist.

Dieser Mythos, der als Showstopper gesehen wird, zeigt auch, dass du dir im Vorfeld keine Gedanken über Kennzahlen und Ziele gemacht hast, bevor du deine Idee bei der Geschäftsführung gepitched hast.

Vielleicht hast du keine Möglichkeit, die Käufe eurer Produkte und Services nachzuverfolgen, wenn euer Produkt nicht über einen Online-Shop erwerbbar ist. Doch wenn du Zugang zu Verkaufszahlen hast, dann wirst du auch in der Lage sein, den ROI deiner Social-Media-Aktivitäten zu kalkulieren. Ein Beispiel: Wenn du weißt, dass ein bestimmtes Volumen an Blogbesuchen die Kontaktanfragen über deine Webseite erhöht, dann kannst du recht einfach hochrechnen, wie viel dir ein Klick auf eine Facebook-Ad wert sein sollte, um noch mehr Blogbesuche zu generieren.

Was ist dein Grund, nicht auf Social Media aktiv zu sein? Schick mir einen Tweet. Ich freue mich auf unsere Twitter-Konversation.

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